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Wie funktioniert eine Sofortbildkamera

Der Name verrät es bereits. Bei einer Sofortbildkamera ist das Foto unmittelbar nach der Entstehung verfügbar.

Komplexe Abläufe

Dazu wird das Motiv auf das Fotopapier vom Innern der Kamera nach außen gebracht. Dazu verfügt die Sofortbildkamera über zwei Rollen mit Fotopapier. Eine Rolle streut Elemente im Reagent über eine lichtempfindliche Schicht. Hier kommt es zu einer Reaktion zwischen den gestreuten Elementen und den Chemikalien im Film. Durch diese chemischen Elemente entsteht die Farbe des Fotos. Um zu verhindern, dass das Foto zu früh belichtet wird, enthält die Sofortbildkamera ein Trübungsmittel. Gleichzeitig läuft noch ein weiterer Prozess ab. Der Film enthält als chemische Elemente u. A. Säureanteile, die nun mit dem Alkali und dem Trübungsmittel reagieren. Diese Verbindung sorgt dafür, dass die Bildtrübung verschwindet und stattdessen ein klares Bild entsteht.

Film und Papier

Zum Fotografieren werden ein einfacher Film und Papierblätter in die Kamera eingelegt. In älteren Modellen waren dies Negativ und Positivblätter. Auf dem Film befindet sich eine Paste mit den für die Bildentwicklung notwendigen Chemikalien. Wird die Bildeinheit herausgezogen, verteilen sich die Chemikalien zwischen Negativ und Positiv. Bei Schwarz-Weiß-Kameras handelt es sich dabei um Silberteilchen, bei Farbfilmen und Farbstoffe. Die Chemikalien müssen auf dem Positiv dann, typisch für eine Sofortbildkamera, etwas einwirken, dann kann das Positiv vom Negativ getrennt werden. So entsteht ein Negativ bzw. ein Foto, das nicht weiter verwendet und reproduziert werden muss. Weitere Abzüge sind nur im Bild-Vom-Bild-Verfahren möglich. Wenn eine Schwarzweiß-Kamera verwendet wird, gibt es spezielle Filme, bei denen ein zusätzliches Negativ entsteht. So können die Fotos leichter kopiert und vergrößert werden.

Integralfilm-Verfahren

Seit den 1970er Jahren kommt bei Sofortbildkameras auch das Integralfilm-Verfahren zum Einsatz. Die oben beschriebenen Abläufe finden hier in einer geschlossenen Bildeinheit ab. Bei Integralfilm-Kameras erfolgt die Belichtung mit Hilfe eines Spiegels und das durchsichtige Positiv. Die Bildeinheit wird hierbei mit einem Motor transportiert. Außerdem schützt ein spezieller Farbstoff vor der zu frühen Belichtung. Erst mit fortschreitender Farbstoffbildung entfärbt sich dieser Stoff wieder.

All diese läuft innerhalb von wenigen Sekunden ab. Dabei wird das Bild vollständig entwickelt und sofort auf Papier ausgedruckt und ausgegeben. Ein Beispiel gibt es hier unter http://.

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